Enterprise-Content-Management

BIT 04 -2015

Geschäftsprozesse Enterprise-Content-Management Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf Den Zug nicht verpassen Den einen geht es nicht schnell genug, andere kommen beim Thema Digitalisierung kaum hinterher. Während digitale Geschäftsmodelle in den USA und Teilen Asiens weit fortgeschritten sind, bläst die EU nun zur Aufholjagd. Nicht anders ergeht es den Unternehmen in Deutschland. Immer mehr zeichnet sich ab, dass kein Bereich der Wirtschaft, kein Unternehmen von den Veränderungen verschont bleibt. Ebenso wie in einem Binnenmarkt 2.0 können in der Unternehmenslandschaft neue Geschäftsmodelle entstehen, die heute noch nicht vorstellbar sind. Unternehmen dürfen daher den Anschluss an die Digitalisierung ihrer Prozesse nicht verlieren. Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie führt auch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Organisation der Unternehmen. Wie der Digitalverband Bitkom in einer aktuellen Unternehmensbefragung ermittelt, beschleunigt die Digitalisierung die Kommunikation mit Kunden (79 Prozent) oder intern unter den eigenen Mitarbeitern (75 Prozent). Zwei Drittel stellen fest, dass ihre Organisation flexibler geworden ist (63 Prozent), mehr als jedes zweite Unternehmen sieht eine höhere Effizienz (55 Prozent). An der repräsentativen Umfrage nahmen 505 Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern teil. Fazit der Studie: „Die Digitalisierung verändert die Wirtschaft grundlegend, das hat auch Auswirkungen auf die Organisation der Unternehmen.“ Denn der Kontakt mit Kunden findet heute oft rund um die Uhr und in aller Öffentlichkeit statt, etwa in sozialen Netzwerken sowie über mobile Systeme. Dies erfordert, dass Mitarbeiter schneller informiert und in Entscheidungen einbezogen werden. In jedem zweiten Unternehmen (52 Prozent) sorgt die Digitalisierung dafür, dass interne Entscheidungsprozesse transparenter geworden sind. In mehr als jedem vierten Unternehmen (27 Prozent) ist die Motivation der Mitarbeiter gestiegen. Demgegenüber sind die Mitarbeiter gerade einmal in jedem zwanzigsten Unternehmen (5 Prozent) durch die Digitalisierung weniger motiviert als zuvor. Jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) geht davon aus, dass künftig die klassischen Hierarchien im Unternehmen aufweichen. Drei Viertel (75 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass die Digitalisierung eine neue Unternehmenskultur erfordert. Ein tiefgreifender Wandel Denn die neuen IT-Technologien der sogenannten dritten Plattform (Mobilität, Cloud-Services, soziale Netzwerke/ Interaktion, Big Data/Analytics) sorgen für einen tiefgreifenden Wandel, wo und wie Nutzer Informationen suchen, Dokumente oder Content erstellen, verteilen, bearbeiten und archivieren. Das Marktforschungsinstitut IDC hat die neuen Anforderungen sowie die enormen Chancen für Unternehmen kürzlich auf einer Konferenz des Open Source-Anbieters Alfresco eindrucksvoll dargestellt. Demnach bietet die Digitalisierung in Firmen und Verwaltungen ein hohes Potenzial, um die Produktivität der Mitarbeiter im Alltag deutlich zu verbessern und die Geschäftsprozesse – ob papierbasiert oder Können Unternehmen sich dem digitalen Wandel entziehen? Wohl kaum, denn damit stehen Produktivität und letztendlich die Existenz auf dem Spiel. Abb.: Nmedia, Fotolia 16 | BIT 4–2015


BIT 04 -2015
To see the actual publication please follow the link above