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BIT 04 -2015

BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. Tel.: +49 30/27576-0, E-Mail: bitkom@bitkom.org, Internet: www.bitkom.org Der Bitkom informiert Bitkom-Umfrage Digitalisierung verändert die Organisation Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie führt auch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Organisation der Unternehmen. In jeweils rund drei Vierteln der Unternehmen beschleunigt die Digitalisierung die Kommunikation mit Kunden (79 Prozent) oder intern unter den eigenen Mitarbeitern (75 Prozent). Zwei Drittel stellen fest, dass ihre Organisation flexibler geworden ist (63 Prozent), mehr als jedes zweite Unternehmen sieht eine höhere Effizienz (55 Prozent). Der Kontakt mit Kunden findet heute oft rund um die Uhr und in aller Öffentlichkeit statt, etwa in sozialen Netzwerken. In jedem zweiten Unternehmen (52 Prozent) sorgt die Digitalisierung dafür, dass interne Entscheidungsprozesse transparenter geworden sind. In mehr als jedem vierten Unternehmen (27 Prozent) ist die Motivation der Mitarbeiter gestiegen. Demgegenüber sind die Mitarbeiter gerade einmal in jedem zwanzigsten Unternehmen (5 Prozent) durch die Digitalisierung IT-Notfälle: Unternehmen nicht vorbereitet Um Wissens-Management, Social Media und Collaboration der KnowTech im Congress Park Hanau bei Frankfurt. Die Informationen die ser Seite entstehen in redaktioneller Verantwortung des Bitkom. weniger motiviert als zuvor. Jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) geht davon aus, dass künftig die klassischen Hier archien im Unternehmen aufweichen. Drei Viertel (75 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass die Digitalisierung eine neue Unternehmenskultur erfordert. Die Digitalisierung ist gerade für kleinere Unternehmen eine Chance, noch schneller und effizienter zu werden. Davon profitieren auch die Mitarbeiter, die besser in Entscheidungsprozesse einbezogen werden und motivierter an die Arbeit gehen. In kleinen Unternehmen mit 20 bis 49 Mitarbeitern haben zwar organisatorische Flexibilität und die Transparenz der Entscheidungsprozesse (je 44 Prozent) weniger stark zugenommen als in den größeren Unternehmen, insgesamt haben die Mitarbeiter aber durch die Digitalisierung mehr Freude an ihrer Arbeit. Mehr als jedes dritte kleinere Unternehmen (36 Prozent) gibt an, dass die Motivation der Mitarbeiter zugenommen hat. Entsprechend ist auch die Effizienz des eigenen Unternehmens nach Einschätzung der Unternehmens - leitung gestiegen (59 Prozent). Digitale Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl führen zu schweren Schäden und können Unternehmen in ihrer Existenz bedrohen. Nur knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland verfügt über ein Notfall- Management bei solchen Vorfällen. Laut Umfrage sind größere Unternehmen nur unwesentlich besser gerüstet als kleinere. Bei Betrieben mit 500 oder mehr Mitarbeitern besitzen 62 Pro- KnowTech: 28./29. Oktober 2015 Unternehmen und Organisationen sind ständig gefragt, ihre Geschäftsprozesse zu verbessern. In einer globalisierten Wirtschaft erfordert die internationale Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Kunden ein effizientes Wissens-Management. Unter dem Motto „Smart & Social – Wissensaktivierung im digitalen Zeitalter“ werden auf der geht es im Oktober auf KnowTech 2015 Lösungsansätze für diese Herausforderungen präsentiert. Wie gelingt es, immer mehr Projekte mit internen Geschäftsprozessen zu vernetzen? Welche Technologien treiben die Unternehmensorganisation von morgen an? Wie sieht die Zukunft der Wissensarbeit aus? Darum geht es bei der KnowTech 2015. Anhand von praktischen Beispielen diskutieren Fach- und Führungskräfte für Wissens Management, Enterprise 2.0, Social Media, ECM und Social Business die Wissensorganisation vom morgen. Bis zum 31. August profitieren Teilnehmer vom vergünstigten Early-Bird-Preis. Alle Infos und Tickets: www.knowtech.net. zent ein Notfall-Management. Bei mittelständischen Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern sind es 54 Prozent und bei kleineren Betrieben mit 10 bis 99 Beschäftigten 46 Prozent. Ein betriebliches Notfall- Management umfasst schriftlich geregelte Abläufe und Sofortmaßnahmen für Situationen, in denen z. B. sensible Unternehmensdaten abfließen, wichtige Web-Seiten wie Shops oder Online-Dienste nicht erreichbar sind oder die Produktion aufgrund digitaler Angriffe beeinträchtigt ist. Zu den Zielen des Notfall-Managements gehört es z. B., einen Datenabfluss zu stoppen oder beim Ausfall wichtiger Systeme die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens so schnell wie möglich wieder herzustellen. Die Maßnahmen zur Vorbereitung eines Notfall-Managements reichen vom Erstellen einer Kontaktliste mit den wichtigsten Ansprechpartnern bis zu mehrtägigen Übungen, bei denen verschiedene Szenarien durchgespielt werden. Dabei ist zu klären, in welchen Fällen externe Dienstleister notwendig sind, ob staatliche Stellen eingeschaltet werden sollen oder wie Mitarbeiter oder sogar die Öffentlichkeit von dem Vorfall informiert werden können. Weitere Informationen zum Notfall-Management bei ITAngriffen finden sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter http://bit.ly/1O8ewxU oder bei Deutschland sicher im Netz unter http://bit.ly/1GKt18o. BIT 4–2015 | 15


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