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BIT 03-2015

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management 46 | BIT 3–2015 Input- und Output-Management in Unternehmen Digitalisierung im Trend Das Thema Digitalisierung von Geschäftsprozessen beherrscht aktuell die Diskussionen in der IT-Branche. Welche Anforderungen, Veränderungen und Chancen damit im Bereich Input und Output einhergehen, erläutert André Vogt, Direktor Enterprise-Information-Management (EIM) bei der Cenit AG, im Gespräch mit BIT. BIT Herr Vogt, Cenit ist ein Experte im Bereich des Information-Mana - gements sowie der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen. Wie schätzen Sie die aktuellen Entwicklungen des Marktes ein? Welche Kundenbedürfnisse sind spürbar bzw. entwickeln sich in Zukunft? André Vogt Der Megatrend Digita - lisierung von Geschäftsmodellen und Prozessen ist ein branchenübergreifend dominierendes Thema. Dies übt aktuell massiven Einfluss auf die Anforderungen an IT-Systeme aus. Klar spürbar ist dies auch speziell im Bereich der eingehenden und ausgehenden Informationen und Dokumente: In der Vergangenheit wurde der Fokus auf die Zentralisierung von Input- und Output gelegt. Damit dominierten eingehende und ausgehende Informationen und Dokumente einen Kanal in der IT. Nun werden durch die Nutzung additiver Medien neben dem Brief Kanäle wie das Web, E-Mail und Social Media genutzt. Damit ist die Erwartung von Endkunden verbunden, ebenfalls auf diesen Kanälen ihre Antworten zu empfangen. Der Wunsch nach Geschwindigkeit und Flexibilität in der Kundenkommunikation hat zugenommen und ist zu einem wichtigen Faktor zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit geworden. Betrachtet man nun den Input- und Output, so steht heute das Management dieses so genannten Multikanals im Fokus. Multikanal meint an dieser Stelle, dass Informationen von verschieden Quellen kommen können und Antworten demensprechend auf verschiedenen Kanälen zurückgegeben werden. Und nicht zuletzt ist in einer interaktiven Kundenkommunikation ein ausgehendes Dokument (Output) meistens der Input für den nächsten Prozessschritt. Der Kreis schließt sich und dies muss die IT und ihre Produkte entsprechend unterstützen. Diese fachlichen Entwicklungen nehmen Einfluss auf die Strategien der Software-Anbieter. Gerade in den letzten Wochen und Monaten ist im Bereich Mergers und Acquisitions zu erkennen, dass dieser Trend von den Anbietern erkannt wurde und Einzug in die Strategie ihrer Produktportfolios gehalten hat. Zahlreiche Zukäufe von Input-Anbietern im Bereich der Output Software wurden bekannt und untermauern die dargestellte Zusammenführung von Input und Output. BIT Welche Art von Projektanfragen werden aktuell an Cenit herangetragen? Berücksichtigen diese schon die Entwicklungen des Themas im Markt? Vogt Aktuell beraten und unterstützen wir zumeist auf dem Feld der Zentralisierung der Input- und Output-Systeme. IT-technisch sind hierbei Performance und Migrationsthemen im Fokus. Es bedarf oftmals einiger Überzeugungsarbeit, gemeinsam mit den Kunden zu erarbeiten, dass es sich hierbei nicht um reine IT-Themen handelt, sondern dass organisatorische und fachliche Fragestellungen ebenfalls Einfluss haben und entsprechend berücksichtigt werden müssen. Unternehmen, die schon einen sehr hohen Reifegrad haben, fragen hingegen schon jetzt nach Strategien und Konzepten ganzheitlicher Art, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Hierbei geht es somit um Projekte, im Zuge derer die Zentralisierung und oftmals Batch-Orientierung geöffnet werden soll, um mittels Multikanal Ansätzen den Kommunikationskreislauf zu optimieren. Die Beratungsleistungen fokussieren sich daher auf die Relevanz der Medien und deren Kanäle sowie auf die Zusammenführung von Input- und Output-Technologien auf der IT-technischen Ebene. BIT Haben Sie ein Beispiel für eine idealtypische Integration des Themas Output in der Kundenkommunikation und Hinweise für eine erfolgreiche Umsetzung? Gibt es eine Art „Best Practice“ oder kritische Erfolgsfaktoren, die eine Organisation beachten muss? Vogt Unserer Erfahrung nach sind die deutschen Versicherer schon sehr weit. Im Branchenvergleich weisen sie den höchsten Reifegrad bei der technischen Umsetzung der Anforderungen an Out- „Durch die Nutzung additiver Medien werden neben dem Brief vermehrt Kanäle wie das Web, E-Mail und Social Media genutzt. Damit ist die Erwartung von Endkunden verbunden, ebenfalls auf diesen Kanälen ihre Antworten zu empfangen.“ „Der Wunsch nach Geschwindigkeit und Flexibilität in der Kundenkommunikation hat zugenommen und ist zu einem wichtigen Faktor zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit geworden.“ André Vogt, Direktor EIM bei der Cenit AG: „Fachlich und technologisch wachsen die Themen ECM, Output, Input, Analytics etc. immer stärker zusammen.“


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