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BIT 03-2015

Wolf Ja, das ist ein ganz entscheidender Punkt. Deshalb haben wir ein gutes Produkt und sogar einen Vorsprung vor unseren Marktbegleitern. Unsere mobilen Apps laufen auf iOS, Android und ab Version 8.10 auch auf Windows-Phones und Windows-Tablets mit dem neuen Metro User Interface. Mobile Anwendungen müssen auf unterschiedlichen Geräten, an unterschiedlichen Orten, von unterschiedlichen Menschen, zu unterschiedlichen Zeiten genutzt werden können. Das ist auch die Erwartungshaltung, die an uns herangetragen wird. Menschen möchten ihre Arbeit mitnehmen, mobil arbeiten muss einfach gehen. Wenn ich an eine Präsentation im Büro am Desktop-Computerer arbeite und sie zu einer Besprechung mitnehme, nützt mir eine „Read only“-Funktion herzlich wenig, wenn ich kurz vor der Präsentation einen Fehler darin sehe. Solche mangelnde Funktionalität wird dann hinter Aussagen nach dem Motto „das braucht doch niemand“ versteckt. Wenn Menschen ihre Arbeitsunterlagen und Daten mitnehmen, tun sie dies, weil sie diese benö - tigen und bestimmte Dinge damit an einem anderen Ort erledigen wollen. Die Betonung liegt hier wohlgemerkt auf „bestimmte“: niemand will das gesamte Funktionsspektrum eines ECM auf dem Handy bedienen. Aber diese Person muss in der Lage sein, ein Dokument beispielsweise zu überarbeiten, sicher zu speichern und weiterzuleiten. Und das geht mit unserer Lösung. Milanovic Ich möchte auch hier die Relevanz der Bedienbarkeit und der Leichtigkeit betonen. Um das bildlich darzustellen: Sie arbeiten am Desktop- Computer, drehen sich um und nehmen das Tablet auf dem Weg in die Besprechung in die Hand und können direkt weiterarbeiten. Sie müssen keine Dokumente irgendwo gesondert speichern, weiterleiten oder versenden. Sie müssen auch nicht das Dokument in der App suchen. Sie arbeiten einfach weiter. Orts- und Geräte-unabhängig. Einfach so. Dahin möchten wir kommen. BIT Der Bitkom setzt ECM unter die Top 10 der wichtigsten Themen für 2015. Wie wird sich der ECMMarkt weiterentwickeln? Milanovic Die Zahl der Anfragen steigt, die Zahl der Projekte wächst und die zu lösenden Aufgaben werden immer anspruchsvoller. Enterprise Content-Management boomt und das ist auch gut so. Dabei fragen Interessenten nicht nach „ein Stück ECM, bitte“, sondern sie haben konkrete Digitalisierungsaufgaben in Fachbereichen, für die sie eine höchst flexible und einfach zu bedienende Software suchen. Zu verdeutlichen, dass diese ein ECMSystem sein sollte, ist dann bei der Beratung unsere Aufgabe. Dass ECM-Technologie auch für weitere Herausforderungen und andere Geschäftsbereiche als die Digitalisierung von Papier nützlich ist, wird zunehmend schneller erkannt und genutzt. Wolf Wir freuen uns, dass ECMSysteme weiterhin an Bedeutung zunehmen. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist, dass die Marktdurchdringung noch nicht vollständig ist. Es ist noch längst nicht der Fall, dass alle Unternehmen, die ein großes Dokumentenaufkommen haben, eine Lösung für elektronisches Dokumenten-Management einsetzen – und ich rede nur von ganz elementaren DMS-Anwendungen, noch nicht mal von einer ECM-Suite. Der Nachholbedarf an papierlosen Workflows ist in vielen Branchen noch sehr groß: Die größte Nachfrage beobachten wir jedoch im industriellen Bereich. Denn hier haben lediglich ein Viertel der Unternehmen eine Software für ECM oder DMS im Einsatz. Milanovic Interessenten werden weiterhin nicht nach ECM suchen, sondern eher nach Lösungen für spezifische Anforderungen zur Digitalisierung von Informationen. Wir werden Antworten und Software dafür anbieten und diesen Interessenten dann behutsam erklären, dass unsere ECMSoftware Enaio nicht nur eine kurzfristige Lösung darstellt, sondern gleichsam ein nachhaltiges Konzept ist, um Informationen unternehmensweit zu nutzen. Und hier erwarte ich, dass im Jahr 2015 mehr Unternehmen und öffentliche Einrichtungen erkennen, dass digitales Wissen der Rohstoff der Zukunft ist. BIT Vielen Dank für das Gespräch, Herr Milanovic und Herr Wolf. (www.optimal-systems.de) Enterprise-Content- Management boomt: Der Bitkom setzt ECM unter die Top 10 der wichtigsten Themen für 2015. „Erst die unternehmensweite Nutzung von Daten und digitalen Dokumenten schafft einen echten Mehrwert. Das ist eine Herausforderung für ein ECM-System.“ BIT 30–2015 | 31


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