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BIT 03-2015

BIT 3–2015 | 17 Geschäftsmodelle auf die Veranstaltung.“ Zahlreiche Pitches – u. a. ganztägige Veranstaltungen von Volkswagen und RWE bei Scale 11 sowie im Bereich Code_n – hätten neue Wege der Vernetzung von etablierter Anwenderindustrie und digitaler Innovation aufgezeigt. „Wir werden unsere Startup Aktivitäten in den nächsten Jahren kontinuierlich ausweiten“, kündigte Frese an. Darüber hinaus war die Halle 9 erneut ein beeindruckendes Schaufenster für die Innovationskraft der IT-Branche. Im Bereich Research & Innovation präsentierten internationale Forschungsinstitute und Universitäten ihre Projekte für verschiedenste Branchen – von der Fortwirtschaft bis zur Elektromobilität. Enge Verzahnung von Konferenz und Messe Mit der Weiterentwicklung der CeBIT Global Conferences zeigte sich Frese sehr zufrieden. „Diese Konferenz hat sich mit dem diesjährigen Verlauf an die Spitze der internationalen Veranstaltungen der digitalen Welt gesetzt“, unterstrich er. Es sei gelungen, mit den 200 Sprechern aus aller Welt alle Themen rund um die Digitalisierung zu diskutieren. Von SAP-Chef Bill McDermott, der die Konferenz am Montag eröffnet hatte, über den Chef des größten indischen Software-Unternehmens Infosys, Dr. Vishal Sikka, den Gründer des chinesischen Device-Anbieters Xiaomi, Lei Jun, den US-Ökonomen Jeremy Rifkin, den berühmtesten Hacker der Welt, Kevin Mitnick, bis hin zum Auftritt des Investigativ-Journalisten Glenn Greenwald und dem Livestream zu Edward Snowden lieferten die CeBIT Global Conferences Inspiration aus erster Hand. Allein bei Greenwald und Snowden waren 40000 Zuschau - er online dabei. Das gesamte gestreamte Programm der CeBIT Global Conferences verfolgten 100000 Menschen. „Derart beeindruckende Zahlen verzeichnen wir in diesem Jahr zum ersten Mal. Diese enge Verzahnung von Konferenz und Messe macht die CeBIT zur Inspirationsplattform für jeden, der in der digitalen Welt Ver - antwortung trägt.“ Der Auftritt Chinas als Partnerland habe die Besucher der CeBIT begeistert, erklärte Frese. Mehr als 600 Unternehmen aus dem Reich der Mitte hatten sich in nahezu allen Themen - bereichen gezeigt, darunter internationale Konzerne wie Huawei, ZTE, Alibaba und Xiaomi. „Auf der CeBIT ist deutlich geworden, dass sich die IT-Weltkarte nach Osten verschiebt und China in zentralen Bereichen der Digitalisierung an die Spitze strebt.“ Die CeBIT sei in diesem Jahr noch stärker als bislang von Top-Managern und Geschäftsführern genutzt worden. „Bei einem konstanten Anteil an Fachbesuchern von gut 90 Prozent hat das Investitionsvolumen deutlich zugenommen“, sagte Frese. Durchschnittlich will jeder investitionswillige Fachbesucher kurzfristig 150000 Euro für IT und digitale Anwendungen ausgeben, und damit 15000 Euro mehr als 2014. Bei den ausländischen Fachbesuchern überstieg dieser Wert erstmals die Marke von 200000 Euro. „Diese Zahlen belegen, dass die CeBIT nicht nur Informationsplattform, sondern immer stärker zur Investitionsplattform wird“, sagte Frese. Überwiegend positiv wirkte sich die Rückbesinnung der ITK-Leitmesse auf ihre B-to-B-Wurzeln aus: Bekanntlich hat die CeBIT ihr Profil im letzten Jahr geschärft und fokussiert sich seitdem wieder auf professionelle Geschäftskunden. Davon profitierte auch die Halle 3, die sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat und den kompletten Workflow von Dokumenten abbildet: So ist die Mehrzahl der namhaften Scanner-Hersteller dort ebenso vertreten wie die Anbieter von Print-Management-, DMS- und ECMSoftware Lösungen. Die CeBIT 2016 öffnet in Hannover vom 14. bis zum 18. März ihre Tore für die Besucher. (www.cebit.de) CeBIT-Vorstand Oliver Frese (links) und Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf waren mit dem Messeverlauf sehr zufrieden und sind sich einig, dass das Schwerpunktthema d!conomy den Nerv der Zeit getroffen und genau die Trends aufgegriffen hat, die auf der CeBIT zu sehen waren. Die Halle 3 mit ihrem Themenmix Capturing, DMS, ECM und Output- Lösungen war sehr gut besucht.


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