Panorama

BIT 02-2015

BITPANORAMA 6 | BIT 2–2015 Umgang mit sensiblen Unternehmensdaten Mitarbeiter sind zu nachlässig Die Mehrzahl von Datenverlusten in Unternehmen wird nicht durch Hacker oder anonyme Internetorga - nisationen verursacht, sondern von der Nachlässigkeit interner Mitarbeiter. Das geht aus einem aktuellen Leitfaden des Informationsunternehmens Experian hervor. Einer der Hauptgründe liegt dabei in mangelnder In - formation, denn nur wenige Mitarbeiter agieren bewusst nachlässig. Ihnen fehlt stattdessen die Wissensgrundlage um neue Technologien und wie diese verantwortungsvoll innerhalb eines Unternehmens verwendet werden sollten. Die Redaktion des Cloud-Marktplatzes „Cloud world“ hat sich in dem aktuellen Leitfaden ausführlich mit dem „Risiko Mensch“ beschäftigt und zeigt Fehlerquellen auf, die im Umgang mit sensiblen Daten auftreten können, schlägt jedoch auch Präventivmaßnahmen und Lösungen zu mehr Transparenz und gleichzeitiger Sicherheit der Daten vor. Cloud world ist ein neutraler B2B-Marktplatz für Cloud- Produkte und -Dienstleistungen und sieht sich neben einem Directory auch in der Verantwortung, Informationen und Ratgeber rund um Cloud-Computing in Deutschland bereitzustellen. Der Leitfaden „Risiko Mensch“ zeigt Situationen, Verhaltensweisen und Versäumnisse auf, die in einem Unternehmen zu Datenschutzrisiken führen können. Gleichzeitig gibt er Tipps und Hinweise, wie man Compliance und Datenschutzverstöße vermeiden kann. (www.cloud.de) Thema Industrie 4.0 Aufsteiger des Jahres Cloud-Computing, IT-Sicherheit und Big Data Analytics sind die drei wichtigsten Hightech-Themen des Jahres. Neu in den Top-Fünf ist in diesem Jahr das Thema Industrie 4.0. Das hat die jähr - liche Trendumfrage des Branchenverbands Bitkom ergeben. Danach hat sich Cloud-Computing mit 64 Prozent der Nennungen wieder an die Spitze gesetzt. Im vergangenen Jahr lag IT-Sicherheit infolge des NSA-Skandals mit großem Abstand vorne. Allerdings hat das Thema Sicherheit bei den IT-Anbietern mit 61 Prozent Nennungen und Platz zwei kaum an Bedeutung eingebüßt. Big Data etabliert sich in der Spitzengruppe und kommt auf 48 Prozent. Wichtigster Aufsteiger des Jahres ist das Thema Industrie 4.0, das es mit 42 Prozent der Nennungen erstmals in die Spitzengruppe geschafft hat. „Industrie 4.0 hat aktuell die größte Dynamik und ist für die Bitkom-Branche das Trendthema des Jahres“, sagt Bit- kom-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Digitalisierung des produzierenden Gewerbes ist für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft von existenzieller Bedeutung.“ Auf Platz fünf des Rankings liegt das Thema Mobile-Computing, das 40 Prozent der Befragten als wichtigen Trend nennen. Im Vergleich zum Vorjahr (47 Prozent) hat es damit zwei Plätze eingebüßt. Als weiteres bedeutendes Thema nennen 28 Prozent der befragten ITManager den Einsatz sozialer Netzwer - ke und IT-gestützte Formen der Zusammenarbeit in Unternehmen oder anderen Organisationen, die unter dem Stichwort Enterprise 2.0 diskutiert werden. Dagegen hat der Aufbau von Systemen für die externe Kommunikation in sozialen Medien an Bedeutung verloren. Nur noch 16 Prozent nennen Social Media und Social Business als wichtiges Thema im Vergleich zu 28 Prozent im Vorjahr. (www.bitkom.org) Studie: ERP spart Geld Mehr Effizienz Laut dem aktuellen „Trendreport: ERP im Mittelstand“ können Unternehmen mehr als 100 Mio. Euro durch den Einsatz eines ERP-Systems einsparen. Die Umfrage fand im Auftrag der Planat GmbH im Rahmen der IT-Fachmesse IT & Business unter IT- und Entwicklungsexperten statt. Nach den Ergebnissen der Studie geht etwa ein Drittel der Befragten davon aus, jährlich mehr als 100 Mio. Euro durch den Einsatz eines ERP-Systems einsparen zu können. 29 Prozent vermuten, dass die Ersparnis an einer Marke von 100 Mio. Euro sicher kratzen wird. „Es steht außer Frage, dass ERPSysteme Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich möglich machen können“, schlussfolgert Christian Biebl, Geschäftsführer der Planat GmbH. Der IT-Experte weist allerdings eindringlich darauf hin, dass ERP-System und Unternehmen für die optimale Effizienzleistung immer exakt aufeinander abgestimmt sein müssten. Die Frage nach der Höhe der erwarteten Effizienzsteigerungen beantworteten 37 Prozent der befragten Experten, mit einem erwarteten Steigerungsvolumen von mehr als 50 Prozent. Fast ein Drittel geht immer noch von 20 Prozent mehr Effizienz aus. 18 Prozent, und damit fast jeder Fünfte, spricht von einer möglichen Steigerung der Leistungsfähigkeit um die Hälfte. 13 Prozent erwarten immerhin noch eine Verbesserung von 10 Prozent. „Viele Unternehmen haben heute noch kein ERP-System, weil sie die Anschaffungskosten scheuen oder weil bisher ,doch alles funktioniert‘“, so Biebl. „Internationa - lisierung, Datenflut und ähnliche Änderungen können so allerdings nicht aufgefangen werden. Gezieltes Investment in den Einsatz eines ERP-Systems könnte die Unternehmenseffizienz steigern und bares Geld sparen.“ (www.planat.de)


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