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BIT 02-2015

Aus und wurde Ingenico Payment Services http://payment-services.ingenico.com Projekt – geben Sie den ersten Teil des Intranets frei. Vielleicht haben Sie bereits eine oder mehrere Desire-Apps eingespielt: eine Abkürzungs-App oder eine Definitions-App, eine Besprechungsraum App (mit Ort, Lage, Ausstattung, Bildern, Besonderheiten usw.) oder eine Hausmeister-App zum Melden kleiner Reparaturen. In einem meiner Intranet-Projekte hat der Betriebsrat als erster seine Informationen flächendeckend über das Intranet verbreitet. Von den „Seitenklicks“ auf das Intranet in der Startphase können andere Unternehmen nur träumen. Den nächsten Meilenstein (Desire) konnten wir fast überspringen. Der Wunsch besteht. Jetzt müssen die Mitarbeiter befähigt werden, denn nichts ist schlimmer, als dass die Mit - arbeiter nicht wissen, was sie machen sollen und können. Die nächste Werbemaßnahme ist also die Schulung der Kollegen und damit beginnt die Phase der Verschmelzung der Marketing- Maßnahmen mit dem Projekt selbst. Neben der klassischen Schulung über den Umgang mit dem Intranet (meist genügen ein bis zwei Stunden), kann hier zusätzlich ein globales Verständnis geschaffen werden. Sehr erfolgreich ist auch, nach der Schulung sofort gemeinsam Inhalte einzustellen. Innerhalb von zwei Stunden entsteht dann vor aller Augen eine Arbeitsumgebung für die Zukunft. Nun gilt es für die Mitarbeiter, das Intranet selbstständig zu erforschen und zu agieren. Jetzt beginnt die Einführung des Intranets, wobei 80 Prozent des geplanten Inhalts für den Start ausreichen, denn das Intranet wird an sich nie vollständig sein. Wie bei jedem Produkt muss das Intranet nun den erwarteten Ansprüchen standhalten. Und hierfür sollte das Intranet- Marketing im Vorfeld seine Rolle wahrnehmen mit einer „High-Impact-Darstellung“ der Inhalte. Damit erreichen Sie eine hohe Mitarbeiterresonanz und den Projekterfolg: Inhalte plakativ darstellen, mit Bildern und kurzen Texten. So schaffen Sie eine Erlebniswelt. Nach der Einführung ist auch die Nachhaltigkeit gefordert. Das Intranet- Marketing darf seine Aufgabe noch nicht beenden: von Eingabemöglichkeiten/ Verbesserungsvorschlägen für Mitarbeiter an das Redaktions-Team bis zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie „Die ersten 100 Tage des Intranets“ oder „Das Intranet feiert Geburtstag“. No-Gos – oder: wie man Zeit und Geld vergeudet • Unwichtige Informationen ohne echten Mehrwert meiden, wie z. B. „in sechs Monaten ist es soweit …“ oder „Wir werden unsere Mitarbeiterzeitung demnächst auf dem Portal ...“. Informationen sollten dem Mitarbeiter etwas Wirkliches und Wichtiges an die Hand geben, keine langfristigen Voraussagen. • Keine Big-Bang-Einführung, denn eine Einführung als Ganzes wird jeden Mitarbeiter belasten. Das „Stück für Stück-Einführen“ ist für alle Beteiligten übersichtlicher. Machen Sie die Mitarbeiter neugierig, aber überfordern Sie diese nicht. • Keine Desire-Apps, die sowieso auf fast jedem Desktop zu finden sind, wie z. B. Wetter, Aktienstand, Uhrzeit, Kalender. • Bauen Sie zum Promoten des Intranets nicht E-Bay oder Facebook nach; diese Funktionen sind sehr aufwendig zu entwickeln, werden aber die Akzeptanz für das Intranet nicht erhöhen. Praxis-Tipps: Einführung des Intranets • Binden Sie die Arbeitnehmervertretungen früh und intensiv ein und nutzen Sie diese als Werbeträger für das Intranet. • Involvieren Sie informelle Gruppen, z. B. Betriebssportgruppen. Diese können Ihnen schnell helfen, guten und interessanten Inhalt für alle Mitarbeiter (Desire) bereit zu stellen. • Nutzen Sie den Blick „Betriebsfremder“, um weitere positive Ansatzpunkte für das Unternehmens-Intranet aufzuzeigen. • Holen Sie die Infos des schwarzen Brettes oder anderer Informationsaushänge Ihres Unternehmens an prominenter Stelle ins Intranet. • Das Intranet-Marketing ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Entstehung eines Intranets: Es ist der Treiber für eine gut eingeführte Mitarbeiter-Kommunikationsplattform. (www.alegri.eu)


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