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BIT 02-2015

Geschäftsprozesse Enterprise-Content-Management 48 | BIT 2–2015 Procad: Die Grenzen herkömmlicher DMS im technischen Umfeld Struktur und Ordnung Die Anforderungen an eine Dokumentenverwaltung sind von Branche zu Branche verschieden. In hochkomplexen Umgebungen des Maschinen- und Anlagenbaus, der Chemie- oder Energieversorgerbranche stoßen herkömmliche Dokumenten- Management-Systeme oft an ihre Grenzen. Dort geht es um die Ablage in Strukturen und darauf aufbauend die Unterstützung im Prozess- und Projekt-Management. Für die Kategorisierung dieses DMS-Segmentes wird auch der Begriff „DMStec“ verwendet. Raimund Schlotmann, Geschäftsführer der Procad GmbH, erklärt. Für die Daten- und Dokumentenhaltung im technisch-konstruierenden Umfeld sind seit langem verschiedenste Software-Lösungen im Einsatz: CAD-/CAE- und PDM-Systeme in der Produktentwicklung, ERP-/SCMSuiten für Herstell- und Logistikprozesse, CRM-Lösungen als Verbindung zum Kunden und Dokumenten-Management Systeme (DMS) für das Management von Dokumenten. Innerhalb aller Kernanwendungen entstehen Dokumente, die bislang getrennt verwaltet werden: Im CAD-Umfeld in PDM-Systemen, im Bereich ERP, SCM, CRM mittels DMS-Einsatz. Dies erschwert eine abteilungsübergreifende, durchgängige Arbeit mit produktrelevanten Daten und Dokumenten. Viel sinnvoller wäre indes die Einrichtung eines gemeinsamen Datenrückgrates (Product-Data-Backbone), welches alle Dokumente zusammenführt. Herkömmlichen DMS fehlt es jedoch an der Funktionalität, um den hohen Komplexitätsgrad im Maschinen und Anlagenbau, der Chemie-, Energieversorger- oder anderer technisch geprägter Branchen abzudecken. Vielen PDM-Systemen fehlt auf der anderen Seite DMS-Funktionalität. Die Unternehmen mögen in unterschiedlichen Abteilungen und von der DMS-Seite oder der PDM-Seite in das Thema einsteigen, am Ende benötigen technische geprägte Unternehmen mit komplexen Produkten ein einheitliches Product-Data-Backbone, das sowohl DMS als auch PDM auf einer Datenbasis abdeckt. Procad hat mit seinem PDM- und DMStec-System Pro.File ein auf diese Anforderungen zugeschnittenes Produkt entwickelt. Produktinformationen können damit entsprechend des Produktaufbaus strukturiert werden, eine sachgerechte Dokumentenlenkung für die typischen Arbeitsabläufe lässt sich abbilden. Der Suffix macht den Unterschied Ein DMS als Datentanker, in dem man durch Eingabe einiger Schlagworte über eine Google-Suchfunktion jedes Dokument sofort findet? Was die DMS-Branche als neues Credo der Reduziertheit propagiert, ist in komplexen technischen Produkt-Umgebungen nicht ausreichend. Denn mit Verschlagwortung und Suchbegriffen lassen sich Strukturen von Projekten, Produkten und Anlagen sowie eine darauf aufbauende Dokumentenlenkung schlichtweg nicht darstellen. Im DMS oder in Portallösungen wie SharePoint abgelegten Dokumenten fehlt es am Zusammenhang zu den Produktdaten und den Product-Lifecycle-Prozessen. Die Strukturinformationen zu einem Raimund Schlotmann, Geschäftsführer der Procad GmbH & Co. KG: „Herkömmlichen DMS fehlt es an der Funktionalität, um den hohen Komplexitätsgrad im Maschinen- und Anlagenbau, der Chemie-, Energieversorger oder anderer technisch geprägter Branchen abzudecken.“ Die Entwicklungsschritte zum PLM, der Evolutionsstufe Product Lifecycle Management.


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