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BIT 02-2015

BIT 2–2015 | 19 Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf im Interview Ideeller Träger BIT Herr Kempf, der Bitkom wird als ideeller Träger der CeBIT künftig die Deutsche Messe bei der strategischen Weiterentwicklung aktiv unterstützen. Können Sie uns sagen, wie diese noch intensivere Zusammenarbeit konkret aussehen wird? Wie unterstützen Sie die CeBIT? Prof. Dieter Kempf Aus Sicht der Industrie brauchen wir die CeBIT als eine Plattform, die in dieser Form einzigartig ist. Die CeBIT ist die einzige Veranstaltung weltweit, die die gesamte Bandbreite der Digitalisierung erlebbar macht – mit allen Chancen, aber auch Herausforderungen. Das Digitale ist nicht einfach nur der Einsatz des richtigen Computer-Programms, es geht um strategische Entscheidung und kulturelle Veränderung. Alle Unternehmen müssen die Digitalisierung ihrer Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle in ihre Agenda aufnehmen und sich ganzheitlich im Management damit beschäftigen. Bitkom ist mit zahlreichen Ständen, Foren und Vorträgen in Hannover vertreten. Um nur einige wenige zu nennen: Unser Hauptstand befindet sich wie gewohnt in Halle 4. Die Bitkom Start-up-Initiative Get Started ist mit einem Stand in der Halle 16 vertreten, an dem Sie auch eine Reihe spannender Start-ups treffen können. Bitkom-Gemeinschaftsstände finden Sie auch im ECM Solutions Park in Halle 3 und im Public Sector Park in Halle 7. BIT Welche Ziele verfolgen Sie mit dieser Partnerschaft? Prof. Kempf Die Neuausrichtung der CeBIT auf „100 Prozent Business“, die mit der CeBIT 2014 begonnen wurde, wird vom Bitkom zu 100 Prozent unterstützt. Sie stärkt den Kern der Messe. Es ging auf der CeBIT seit jeher ums Geschäft. Die Unternehmen unserer Branche kommen nach Hannover, weil es sich für sie rechnet. Der Business-Gedanke wird durch diese konsequente Neuausrichtung des Konzepts noch stärker in den Vordergrund gerückt. Das unterscheidet die CeBIT von anderen Veranstaltungen. Die Messe ist dabei auch eine hervorragende Chance für kleine und mittelständische Unternehmen, neue Kontakte zu knüpfen und Geschäfte anzubahnen. BIT Wie weit geht in diesem Zusammenhang das Mitspracherecht des Bitkom bei der CeBIT? Werden Sie dadurch noch stärker zum wesentlichen Impulsgeber für die Leitmesse? Prof. Kempf Mitgliedsunternehmen des Bitkom und der Bitkom selbst arbeiten in den Gremien eng mit der Messe zusammen. Ein wichtiges Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die richtigen Impulse zu geben, etwa bei der Wahl des Schwerpunktthemas. Mit dem Topthema d!conomy stellt die CeBIT in diesem Jahr die Digitalisierung und damit die rasante Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt. d!cononmy benennt die große Herausforderung und Chance, vor der wir heute stehen. Es geht um eine umfassende digitale Transformation, die bereits begonnen hat, deren Ausmaß wir aber erst langsam, manche vielleicht auch zu langsam, begreifen. Das Digitale ist nicht mehr nur Instrument zur Effizienzsteigerung in den Unternehmen, sondern ist der wesentliche Treiber von Innovationen und damit von Geschäftserfolg. Nur wer sein Unternehmen digitalisiert und richtig investiert, kann im Wettbewerb bestehen. BIT Herr Prof. Kempf, haben Sie vielen Dank für das Gespräch. (www.bitkom.org) Der Hightech-Verband Bitkom und die Deutsche Messe wollen ihre Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der CeBIT weiter ausbauen. BIT sprach mit dem Bitkom-Präsidenten Prof. Dieter Kempf, u. a. über die Ziele dieser Partnerschaft und welche Impulse gegeben werden können. Prof. Dieter Kempf, Präsident Bitkom: „Die CeBIT ist die einzige Veranstaltung weltweit, die die gesamte Bandbreite der Digitalisierung erlebbar macht – mit allen Chancen, aber auch Herausforderungen.“ CeBIT-Vorstand Oliver Frese und Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf freuen sich über die noch intensivere Zusammen arbeit von Bitkom und der Deutschen Messe.


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