Datensicherheit

BIT 06-2014

Geschäftsprozesse Datensicherheit 32 | BIT 6–2014 Datenspeicherung in der Cloud Mehr Vertrauen Noch ist es nicht möglich, dass Unternehmen z. B. ihre Laptops ohne lokalen Speicher nutzen können oder alles von der Cloud gestreamed wird. Auch 3G- oder 4G-Netze sind noch längst nicht überall ohne größere Unterbrechungen erreichbar. Doch mit der Speicherung großer Datenmengen in der Cloud kommen Unternehmen der Vision einer vernetzten Welt Schritt für Schritt näher. Worin dabei die Herausforderungen liegen, erläutert Jürgen Kurz, CEO des Software- Spezialisten Nero, im BIT-Beitrag. Die größten Herausforderungen sind nicht nur technischer Natur. Ein Problem liegt bei den momentanen Marktstrukturen. Es ist das fehlende Vertrauen und die Wildwestmentalität in der großen „Wolke“. Was tun? Globale Richtlinien und Gesetze: Europas Zugnetz bewegt Gäste grenzübergreifend zwischen unterschiedlichen Ländern. Dieses Netz wird durch Richtlinien und Gesetze bestimmt, die z. B. Spannungsvorgaben, Signalsysteme und Schienenmaße bestimmen – ansonsten würden Züge beim Überschreiten der Grenze wohl sofort entgleisen. Eine ähnliche Vor- Transparenz nach außen: Kommunikation mit dem Kunden ist einer der wichtigsten Schritte, um Vertrauen zu schaffen. Es ist wichtig, gegenüber seinen Kunden und Partnern höchste Transparenz zu zeigen, und exakt darzulegen, wie die Daten gesichert werden. Das kann z. B. durch Whitepaper, Blogs oder Presseaktivitäten erfolgen, in denen ganz klar die Strategien und Sicherheitsmaßnahmen der eigenen Rechenzentren offengelegt werden. Solch eine inhaltliche Anlaufstelle ist nicht nur für den Nutzer wichtig, sondern auch für die Presse und andere Multiplikatoren essenziell. Volle Haftung: Neben der genannten Transparenz hinsichtlich der Speicherung muss der Cloud-Anbieter auch über seine Haftung informieren. Das Unternehmen muss Sicherheit sowie Privatsphäre bestmöglich schützen und belegen, dass es auf Probleme oder Einbrüche zeitlich nah und mit Präzision reagiert. Außerdem müssen den Kunden, auch denen im Con - sumer-Bereich, Werkzeuge zugänglich gemacht werden, mit denen sie ihre Daten überwachen und löschen können. Thought Leadership: Diese oft gebrauchte PR-Phrase hat besonders im Cloud-Bereich eine wachsende Bedeutung: Unternehmen sollten der Öffentlichkeit zeigen, dass sie in Sachen Cloud in die Zukunft blicken und ihr Handwerk beherrschen. Unternehmen sollten ihre Kunden und Partner durch starke und wegweisende Inhalte erreichen, sei es via Newsletter, Blogs, E-Books oder anderen Wegen rund um ihre Cloud-Initiative – auch das schafft Vertrauen und bindet Kunden. All diese Herausforderungen sind nicht neu – ähnliches galt schon seit dem Anbruch der IT-Ära als Maßstab für Unternehmen. Doch während früher ein Unternehmen die Herausforderungen allein lösen konnte, müssen nun mehrere Unternehmen in Kooperation Regeln aufsetzen. Ohne der - artige Regeln kann das Cloud-Geschäft auf Dauer nicht funktionieren. (www.nero.com) gabe müsste für die globale Datenspeicherung in der Cloud etabliert werden. Die „Cloud for Europe“ ist eine erste solche Initiative, mit deren Hilfe die EU Richtlinien aufstellt, welche die Datenspeicherung und den Bestand in der Cloud regeln. Hier wird eindeutig festgelegt, was mit Kundendaten in der Cloud passiert, wenn ein Provider Insolvenz anmeldet. Sollte die EU diese Richtlinien durchboxen können, besteht eine große Chance, dass sie weltweit als Vorbilder für die Speicherung der Daten in der Cloud gelten – und somit das Vertrauen in die Cloud erhöhen. Jürgen Kurz, CEO von Nero: „Neben der Transparenz hinsichtlich der Speicherung muss der Cloud- Anbieter auch über seine Haftung informieren.“


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