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BIT 05-2014

BIT 5–2014 | 7 und Dienstleistungen steigern wir die Effizienz und Leistungsfähigkeit der Kunden maßgeblich. BIT In vielen Unternehmensbereichen sind papierbasierte Prozesse nach wie vor an der Tagesordnung. Doch die zunehmende Nutzung von Smartphones und Tablets sowie andere Faktoren könnten zu einer Reduzierung des Druckaufkommens führen. Was denken Sie über den „Mythos“ papierloses Büro? Rottstedt Es existieren grundsätzlich zwei unterschiedliche Sichtweisen: Einige Marktbeobachter sind der Meinung, dass sich das Druckaufkommen durch die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte immer weiter reduzieren werde. Andere hingegen vertreten die Ansicht – und das entspricht auch unserer derzeitigen Beobachtung – dass sich das Druckvolumen auf einem re lativ hohen Niveau einpendeln wird. Der Grund: Die Menge an digitalen Informationen steigt weiterhin exponentiell an – und die Wahrscheinlichkeit, dass wenigstens ein Teil dieser Daten zu Papier gebracht wird, ist relativ hoch. Nach dieser Auffassung würde das Druckvolumen weder signifikant sinken oder steigen, sondern einen relativ konstanten Wert aufweisen. Sieht man sich heute in deutschen Büros um, stellt man fest, dass sich das papierlose Büro tatsächlich noch in weiter Ferne befindet. Noch immer wird viel gedruckt – viel davon leider unnötig. In zehn bis 15 Jahren könnte sich dieser Status gravierend verändern, da die junge Generation schon jetzt Informationen eher vom Bildschirm aufnimmt, anstatt sie auf Papier auszudrucken – das wird sich dann natürlich auch verstärkt auf das Druckaufkommen auswirken. BIT Wo wird Ihrer Meinung nach die Entwicklung bei mobilen Arbeitsprozessen hingehen? Welche Technologien sind hier vorstellbar? Rottstedt Die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, wird immer stärker an Bedeutung gewinnen. Schon heute gibt es viele Firmen, die ihren Mitarbeitern keinen festen Arbeitsplatz mehr bereitstellen, sondern es ihnen stattdessen erlauben, von überall aus zu arbeiten – Tendenz steigend. Für die Unternehmen birgt das viele Vorteile: geringere Energie- und Mietkosten sowie motivierte, leistungsfähige Mitarbeiter, die diese neue Art der Flexibilität zu schätzen wissen. Die Technologie macht das heute schon problemlos möglich. In Zukunft könnte das mobile Drucken eine neue Bedeutung gewinnen: Ein Außendienstmitarbeiter z. B. wird vielleicht seine Ausdrucke in zehn Jahren nicht nur an einem beliebigen Firmendrucker, sondern überall abholen können, wie z. B. in der nächstgelegenen Tankstelle oder im Café. Vorher sind jedoch noch verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, so beispielweise die Sicherheit der Daten. BIT Entwicklungen wie BYOD, Mobile-Printing, Cloud-Computing, etc. hinterlassen zum Teil große Fußspuren in der gesamten Branche. Was sind die generellen Trends im Print- und Output-Segment? Rottstedt Wir berücksichtigen nicht nur aktuelle Trends, sondern konzentrieren uns vor allem auf die dringenden Bedürfnisse unserer Kunden. Und diese sind nach wie vor die Reduzierung der Output-Kosten, die Optimierung von Prozessen und der schnelle Zugang zu wichtigen Informationen. Nur ein sehr geringer Teil der Daten im Unternehmen ist z. B. in ERPSystemen strukturiert und damit schnell verfügbar. Ein Großteil der Daten im Unternehmen hingegen – ca. 80 Prozent – liegt in unstrukturierter Form vor. Dabei kann es sich beispielsweise um Word-Dokumente oder Bilder handeln, aber auch um E-Mails oder Audiodateien. Diese Daten sind aufgrund ihrer unstrukturierten Form gar nicht oder nur unter sehr hohem Aufwand zugänglich. Eine der größten „Wir berücksichtigen nicht nur aktuelle Trends, sondern konzentrieren uns vor allem auf die dringenden Bedürfnisse unserer Kunden.“ Herausforderungen besteht deshalb für die Unternehmen darin, diese unstrukturierten Daten so zu verarbeiten, dass die darin enthaltenen Informationen für die Geschäftsprozesse voll nutzbar sind. Verstärkt wird diese Herausforderung noch dadurch, dass das Daten - volumen insgesamt immer stärker wächst – Stichwort Big Data. So soll sich die Datenmenge laut IDC von jetzt bis 2020 alle zwei Jahre ver - doppeln. BIT Das Marktforschungsunternehmens Quocirca hat Lexmark erneut als Marktführer im Bereich MPS eingestuft. In vielen Kategorien hat Ihr Unternehmen die höchste Punktzahl erreicht. Was tun Sie, um auch in den nächsten Jahren diese Spitzenposition zu halten? Rottstedt Laut des Berichts von Quocirca hat Lexmark die höchste Punktzahl in vielen Kategorien erreicht, u. a. in den Bereichen MPS-Strategie, geografische Reichweite, herstellerneutraler Support, Dokumenten-Workflow und Unterstützung bei mobilem Drucken. Lexmark realisiert bereits seit vielen Jahren Managed-Print-Services- Projekte bei seinen Kunden und verfügt daher über umfassende Erfahrungen und ausgereifte Fachkenntnisse in diesem Bereich. Hinzu kommt, dass wir durch unsere Softwaredivision Perceptive Software optimal aufgestellt sind, um auch den zukünftigen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden: Prozesse optimieren und den Zugang zu wichtigen Informationen sicherstellen. Wir werden auch in Zukunft auf unsere Kunden hören und sowohl unsere branchenspezifischen als auch branchenübergreifenden Erfahrungen weiter ausbauen, um unsere Kunden stets optimal beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. BIT Vielen Dank für das Gespräch, Herr Rottstedt. (www.lexmark.de) „Ein Großteil der Daten im Unternehmen – ca. 80 Prozent – liegt in unstrukturierter Form vor.“ „Die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, wird immer stärker an Bedeutung gewinnen.“


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