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BIT 05-2014

André Neubauer, Vice President Mehrwertleistungen E-Post, Deutsche Post AG: „Eine digitale Kommunikation ist niemals nur Spiegel der analogen Welt. Vielmehr stellt der transaktionale Informationsaustausch nur einen einzelnen Aspekt im Kommunikationsgeflecht dar.“ BIT 5–2014 | 105 Digitale Kommunikation – eigene Kanäle Handlungszweck der Kommunikation André Neubauer von der Deutsche Post referiert über eine verbindliche, verlässliche und vertrauliche Kommunikation und geht der Frage nach, ob der digitale Informationsaustausch nicht vergleichbar mit seinem analogen Gegenstück ist. Eine sichere digitale Kommunikation basiert auf drei Pfeilern: Integrität, Unveränderbarkeit, und Authentizität – wobei verschiedene Technologien zum Einsatz kommen, um diese Bedingungen zu erfüllen. Eine Verschlüsselung auf Basis von Public-Private-Keys sichert beispielsweise die Integrität einer Kommunikation. Dass eine Nachricht nicht verändert wurde, lässt sich über eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) zeigen. Eine Zwei-Faktoren Authentifizierung wiederum kommt zum Einsatz, um die Glaubwürdigkeit einer elektronischen Identität nachzuweisen. Moderne Kommunikationsplattformen verbinden diese Technologien, doch findet auf ihnen bislang oft nur ein transaktionaler Austausch von Informationen statt: Das heißt, dass Kommunikationsakte fast wie „Briefe“ hin und her geschickt werden. Doch ist eine digitale Kommunikation niemals nur Spiegel der analogen Welt. Vielmehr stellt der transaktionale Informationsaustausch nur einen einzelnen Aspekt im Kommunikationsgeflecht dar. Tatsächlich diffundiert Kommunikation in der digitalen Welt und schafft sich immer wieder neue Kanäle. Kundenportale, Wikis oder soziale Netzwerke sind Ausdruck dieser Vielfalt: Digitale Medien bilden teils komplexe Prozesse ab. Dabei spielt der Transport von Informationen nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist der Handlungszweck der Kommunikation. In Zukunft wird es also nicht mehr um digitale Kommunikation an sich gehen, sondern darum, tägliche Abläufe zu digitalisieren und damit zu vereinfachen. Dies kann die automatische Bezahlung einer Rechnung sein, aber auch eine vorausgefüllte Steuererklärung. Ein Zukunftskonzept für eine digitale B2B-Kommunikation geht also weit über den gesicherten Austausch von Daten hinaus. Gefragt ist eine Plattform, die Kommunikations- und Prozessabläufe ganzheitlich intelligent unterstützt, ohne gleichzeitig Einschränkungen an Integrität, Unveränderbarkeit und Authentizität hinnehmen zu müssen. Vortrag: 09. Oktober, 14:30 Uhr, Output-Management Forum, DMS Expo. Der MPS-Leitfaden Eine Orientierungshilfe Rainer Pietschmann von der BFL Leasing spricht über den MPS-Leitfaden des Bitkom-Arbeitskreises Printing Solutions Services, der u. a. Möglichkeiten aufzeigt, um mit MPS zu optimieren oder den Betrieb und die Sicherheit zu verbessern. Was bedeutet MPS überhaupt? Diese grundlegende Frage will der Arbeitskreis Printing Solution Services des Bitkom Entscheidern aber auch Nicht- Fachleuten in Unternehmen aller Branchen beantworten. Innovative, herstellerunabhängige Lösungen für effiziente Druck- und Kommunikationsprozesse zu finden, die das Kerngeschäft von Unternehmen Rainer Pietschmann, Vertriebs - leiter BFL Leasing, für den Arbeitskreis Printing Solution Services des Bitkom: „Die drei wichtigsten Beweggründe der Unternehmen, die MPS bereits für sich einsetzen, sind der Wunsch nach Kostenreduktion, eine engere Ausgabenkontrolle und geringere IT-Belastung.“ unterstützen, hat sich der Arbeitskreis zur Aufgabe gemacht. Dabei sollen vor allem Informationen und Wissen über diesen „Erst 20 Prozent der Unter - nehmen arbeiten mit MPSLösungen.“ neuen Trend vermittelt werden. Zwar sind es erst 20 Prozent der Unternehmen, die mit MPS-Lösungen arbeiten, aber der hohe betriebswirtschaftliche Nutzen der Verknüpfung von Ausgabegeräten mit den individuellen betrieblichen Abläufen – um MPS stark verdichtet zu beschreiben – ist nicht von der Hand zu weisen. MPS hat viele Vorteile für Unternehmer, Mitarbeiter und Kunden. Die drei wichtigsten Beweggründe der Unternehmen, die MPS bereits für sich einsetzen, sind der Wunsch nach Kostenreduktion, eine engere Ausgabenkontrolle und geringere IT-Belastung. Viele unterschiedliche Gerätemodelle, eine zu geringe Auslastung der Drucksysteme oder


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