Page 102

BIT 05-2014

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management-Forum 102 | BIT 5–2014 Trend zur Mobilität aufgegriffen und als Mobile- und/oder Cloud-Printing in MPS integriert. Nicht zuletzt wird der Betrieb umfangreicher Drucker - infrastrukturen über entsprechen den Lösungen zum Flotten- Management in Verbindung mit Dienstleistungen wie z. B. der automatischen Tonerbestellung als integraler Bestandteil von MPS propagiert. Aber was haben Anwender davon? Mobile-Printing oder Automatische Toner - bestellung sind zwar interessante Ansätze, aber bedeutet sie per se eine verbesserte Wirtschaftlichkeit? Dabei gibt es keine für alle Unternehmen optimalen MPSAngebote. Anwenderunternehmen müssen zuerst ihre Hausaufgaben machen und die organisatorischen Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen für MPS im eigenen Hause schaffen. Aber auch Anbieter müssen ihr MPS-Portfolio entsprechend schärfen. MPS ist noch lange nicht MPS. Die Wirtschaftlichkeit von MPS-Konzepten betrifft viele Aspekte. Dazu gehören die klassi- Managed-Print-Services (MPS) Spannungsfeld MPS Es gibt kaum einen Drucker- oder Kopierer- Her steller, der nicht MPS als Dienstleistung rund um Drucken und Druckinfrastruktur anbietet. Dr. Robert Dekena von Dokulog betont, welche Rolle die Wirtschaftlichkeit von MPS spielt. Nachdem sich der Begriff MPS (Managed-Print-Services) in der Branche für Papierausgabe - systeme durchgesetzt hat, gilt er bei einigen Anbietern schon wieder als veraltet. Es gibt zwar keine einheitliche Definition für MPS oder vergleichbare Ansätze. Doch steht dahinter immer der Dienstleistungsgedanke rund um Dokumente und die Output-Infrastruktur. Nur neu ist das nicht. Service-Ansätze gibt es schon lange. Auch die immer widerkehrenden Versprechungen von den 30 Prozent Kosteneinsparungen, die durch MPS zu erreichen wären, schwirren immer noch durch den Raum. Aber wo sollen die großen Einsparungen herkommen, wenn die Ausstattung einmal optimiert, Dienstleistungsportfolios angepasst und Verträge glatt gezogen sind? Also werden neue Elemente in die MPS-Konzepte eingebaut. So werden u. a. volumenunabhängige Abrechnungen eingeführt, z. B. in Form von Arbeitsplatzpauschalen. Oder es wird der Dr. Robert Dekena, Dokulog Dokumentenlogistik & Management Be - ratung: „Letztlich ist MPS und die Optimierung der Drucker infrastruktur kein Selbstzweck, sondern dient der Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens.“ schen Klickpreise genauso wie die Administration der Infrastruktur oder Aspekte des Umgangs mit Dokumenten. Letztlich ist MPS und die Optimierung der Druckerinfrastruktur kein Selbstzweck, sondern dient der Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens. Und hier liegt die große Herausforderung von MPS sowohl für Anwender als auch für Anbieter. Keynote: 08. Oktober, 10.00 Uhr, Output-Management Forum, DMS Expo. Neue Gestaltungsprinzipien Die grenzenlose Welt des Outputs Im Vortrag von Dr. Werner Broermann vom OMI kommt der klassische Dokumentenbegriff stark ins Wanken. Ein Umdenken ist erforderlich und die Beschäftigung mit der inhaltlichen Strukturierung, Orientierungsmöglichkeiten und Funktionalität. Je mehr sich Output-Management vom Papier unabhängig macht und digitale Formen annimmt, löst sich auch die klassische Klammer, die bislang die fixe Gestaltung sowie Bearbeitungsform eines Dokuments bestimmt hat. Die neuen Medien Dr. Werner Broermann, Leiter des Output Management Instituts (OMI): „Die neuen Medien bzw. die Grenzen, die die Größe und die Auflösung von ihren Displays der Darstellung von Dokumenten setzen, haben einen Paradigmenwechsel erzwungen.“ bzw. die Grenzen, die die Größe und die Auflösung von ihren Displays der Darstellung von Dokumenten setzen, haben einen Paradigmenwechsel erzwungen: Die Gestaltung hat den Darstellungsmöglichkeiten der Displays zu folgen, heißt die Maxime. Starre Layouts passen nicht dazu – aber ebenso wenig lauter Device-abhängige Konstrukte. Ebenso erweisen sich die Gestaltungsfreiheiten als Hindernis für die gezielte Verarbeitung von Inhalten, wie z. B. beim Umgang mit Rechnungen auf Seiten des Adressaten zu sehen ist. Die elektronischen Varianten lassen da ganz andere Verfahren zu, die sich wie beim „Mobile-Printing oder Automatische Tonerbestellung sind zwar interessante Ansätze, aber bedeutet sie per se eine verbesserte Wirtschaftlichkeit?“ „Der klassische Dokumentenbegriff kommt dabei heftig ins Wanken.“


BIT 05-2014
To see the actual publication please follow the link above