BIT - Buchtipps „The Digital Innovation Model“,  

Praxisbuch

„The Digital Innovation Model“

Pünktlich zum letztjährigen World Usability Day ist mit „The Digital Innovation Model – Software planen, die Nutzer lieben“ ein Praxisbuch für IT-Manager und Projektleiter in Unternehmen erschienen. Die Autoren Stephan Preuss und Tino Leonhardt schließen darin die Lücke zwischen Unternehmenszielen, Nutzeranforderungen und Produktdesign, um belastbare und ganzheitliche Software-Strategien zu entwickeln.

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Das Praxisbuch „The Digital Innovation Model – Software planen, die Nutzer lieben“ schließt die Lücke zwischen Unternehmenszielen, Nutzeranforderungen und Produktdesign. Es soll es IT-Managern und Projektleitern ermöglichen, Softwareprojekte aus Nutzersicht zu planen.
„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie sich schnellere Pferde gewünscht“. Dieses Zitat des Visionärs Henry Ford hält Produktdesigner und -entwickler seit Jahrzehnten im Bann – und davon ab, sich mit ihren Nutzern auseinander zu setzen. Das ernüchternde Ergebnis dieses Paradigmas zeigt eine aktuelle McKinsey-Studie über IT-Projekte. Demnach erreichen 56 % nicht ihre Ziele, d. h. werden teurer, viel später fertig oder sogar abgebrochen. Weitere internationale Studien von Chaos Manifesto und Alfabet untermauern die Ergebnisse. Die Gründe sind stets dieselben: eine mangelnde Zieldefinition sowie die fehlende Berücksichtigung der Nutzer.
Seit neun Jahren diskutieren deshalb am World Usability Day Entwickler und Nutzer in über 40 Ländern die Anforderungen an erfolgreiches Produktdesign. Der von der internationalen User Experience Professionals‘ Association ins Leben gerufene Aktionstag stand 2014 klar unter dem Leitthema „Engagement“.

Pünktlich zum letztjährigen World Usability Day ist mit „The Digital Innovation Model – Software planen, die Nutzer lieben“ ein Praxisbuch für IT-Manager und Projektleiter in Unternehmen erschienen. Die Autoren Stephan Preuss und Tino Leonhardt schließen darin die Lücke zwischen Unternehmenszielen, Nutzeranforderungen und Produktdesign, um belastbare und ganzheitliche Software-Strategien zu entwickeln. Sie fordern dabei einen klaren Paradigmenwechsel vom Top-Down zum Bottom-Up: jedes Projekt beginnt mit dem Digital Innovation Model beim Nutzer und endet mit der Integration im Unternehmen. Das Model ist unter Creative Commons registriert und steht als einseitiges Poster allen Interessenten zur Verfügung. Damit ist es auch die weltweit erste geführte Methode, um auf nur einer Seite alle Erfolgsfaktoren für Softwareprojekte zu modellieren.

Das Buch verknüpft auf 187 Seiten die neuesten Erkenntnisse aus der Kommunikationspsychologie, Innovationsmanagement, Diffusionstheorie und Adoptionsforschung mit der mehrjährigen Erfahrung der Autoren aus unzähligen IT-Projekten (u. a. bei der DB Regio AG und Schweizer Post AG).

Preuss und Leonhardt führen dabei Schritt für Schritt durch das Digital Innovation Model. In einem umfassenden Workshop-Teil ermöglichen sie den Lesern so anhand von Checklisten und Kernfragen die Prüfung des eigenen IT-Projekts auf Herz, Nieren und Nutzersicht – und schaffen so den Bogen von der Theorie zur Praxis in einem Buch. Kapitel 1 betrachtet typische Versäumnisse bei IT-Projekten und hilft Lösungen für die digitale Transformation von Unternehmen zu geben. Anschließend werden die 9 Schritte des Digital Innovation Models erläutert. Kapitel 2-4 führen die Leser in Form eines Workshops Schritt für Schritt durch das Digital Innovation Model. Die drei Kapitel entsprechen dabei den drei Kernfeldern Unternehmenszielen, Nutzeranforderungen und Produktdesign. Ausgewählte Fallbeispiele veranschaulichen zusätzlich die einzelnen Argumente.
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